Diese Grundlagen des Onlinemarketings solltest Du kennen

Gezieltes Onlinemarketing wird immer komplexer aufgrund der vielen verschiedenen Plattformen. Gerade Unternehmen, die sich nicht ausschließlich mit dieser Thematik beschäftigen, sehen sich daher mit Herausforderungen konfrontiert, die sie in der Form noch nicht kennen. Ob SEO, SEA, AdWords oder das Affiliate-Marketing – hinter alle diesen Begriffen verbergen sich echte Chancen für große und kleine Unternehmen, um das Onlinemarketing zu perfektionieren.

Wer kostenintensive Kampagnen über mehrere Kanäle betreiben möchte, sollte die Ressourcen gezielt einsetzen. Die richtige Strategie ist ebenso wichtig wie die Analyse und Berücksichtigung der angepeilten Zielgruppe. Der folgende Ratgeber gibt einen Überblick über die Basics des Onlinemarketings, welche Einsteiger kennen sollten. Gerade für laufende Kampagnen sind Guidelines wichtig, an denen sich unerfahrene Unternehmen orientieren können.

Grundsatz 1: Individualität ist Trumpf

Die Website eines Unternehmens ist die Visitenkarte im World Wide Web, anhand derer Bestandskunden und potenzielle zukünftige Kunden Produkte und die Identität des Unternehmens erkennen. Die Website sollte daher gleichzeitig Nachschlagewerk, Ratgeber und Webdesign so zu einem Medium vereinen, dass die Brand sich hier wiederfindet. Nicht zielführend sind hingegen wahllos zusammengestellte Links und Informationen, mit denen weder der User noch die Suchmaschine viel anfangen kann. Neben dem Onlinemarketing via Social Media ist die eigene Website das Herzstück des Marketings im Web. Daher sollten Inhalte gut gepflegt, sorgfältig ausgewählt und optimal präsentiert werden.

Wer einen Onlineshop nutzen möchte, kann die Umsätze dank einer tollen Website steigern. Finden die Kunden online nicht nur Produkte, sondern auch Hilfsangebote und zusätzliche Informationen, fördert dies das Vertrauen in das Unternehmen. Daher gilt: Die Website muss alle Basics beinhalten und zusätzliche individuelle Inhalte, welche auf die Zielgruppe zugeschnitten werden.

Google MyBusiness wird nicht ohne Grund von so vielen Unternehmen genutzt. Hier findet man sich leicht zurecht: Öffnungszeiten, Adresse und andere Daten sind sofort einsehbar. Eine klassische Website ist natürlich sehr individuell, verlangt aber viel Einsatz vom Unternehmen. Die Pflege, Wartung und mehr braucht Zeit, die sich langfristig jedoch auszahlt. Zertifikate, Verlinkungen intern wie extern und die Inhalte selbst müssen formal korrekt und hochwertig sein, um bei Google leichter gefunden zu werden.

Grundsatz 2: Inhalte ist König

Gerade beim Content Marketing geht es weniger darum, explizit und offensichtlich Werbung zu machen und mehr darum, hochwertige Inhalte zu publizieren. Bezahlte Werbemaßnahmen sind nach wie vor wichtig, doch modernes Onlinemarketingumfasst noch viel mehr. Adblocker sorgen zum Beispiel dafür, dass Werbung gar nicht erst gesehen wird. Klassische Werbebanner werden inzwischen von vielen Menschen vollkommen ignoriert.

Daher bietet es sich an, mit tollen Inhalten einen Mehrwert für den Nutzer zu schaffen, den dieser auf Anhieb erkennt. Dann ist die Chance groß, dass der neue Kunde sich die Inhalte freiwillig ansieht und die Werbung so noch viel besser bei ihm ankommt. Gerade der Bereich des Influencer-Marketings bietet dieses Potenzial. Hier sehen zukünftige Kunden anhand praktischer Nutzung, wie hilfreich und begehrenswert ein Produkt ist. Sie haben zum Influencer bereits Vertrauen. Davon profitiert letztlich das werbende Unternehmen nachhaltig.

Content Marketing ist auch deshalb wichtig, weil die Sichtbarkeit sich verbessert. Die Suchmaschine Google honoriert es, wenn es gute und zum Thema passende Inhalte auf einer Website gibt. Die Konsequenz: Die Website erscheint weiter oben in den Suchergebnissen. Die Sichtbarkeit verbessert sich, Neukunden finden die Produkte schneller und öfter.

Grundsatz 3: Nichts dem Zufall überlassen

Nicht alle KMUs haben bereits verstanden, wie wichtig das Onlinemarketing ist. Sie halten es für einen optionalen Zusatz für andere althergebrachte Strategien. Das stimmt so nicht. Onlinemarketing ist komplex und daher nicht von heute auf morgen perfekt umsetzbar, doch der Einstige ins Thema lohnt sich. Wichtig ist vor allem, dass Unternehmen nicht nur für sie relevante Themen, sondern auch die richtige Platzierung sowie perfekte Kooperationspartner und vieles mehr finden.

Der Algorithmus von Google spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, die eigene Sichtbarkeit im Netz zu verbessern. Allerdings ist es nicht ganz einfach, den immer wieder wechselnden Grundsätzen des Algorithmus zu folgen und daraus Strategien zu entwickeln. Websites, die vielleicht vor ein paar Jahren noch gut genug waren, sind heute nicht mehr zu gebrauchen, weil sich die Technologien und die Logik bei Google und Co. ständig ändert.

Beim Onlinemarketing handelt es sich nicht um eine Maßnahme, die man einmal begriffen hat und dann immer wieder nach Schema F anwenden kann. Stattdessen müssen sich Unternehmen laufend anpassen und stets flexibel bleiben. Generell reicht es daher nicht aus, wenn man die Maßnahmen vorübergehend auslagert oder diese wichtige Arbeit sogar einem Praktikanten übergibt. Sonst würde wertvolles Potenzial verloren gehen. Gerade in Social Media sollte jeden Tag eine Person aktiv sein, die sich perfekt auskennt – sowohl mit dem Onlinemarketing als auch mit unternehmensinternen Fakten.

Dass die Beratung durch Experten mit Erfahrung und dem erforderlichen Fachwissen unabdingbar ist, zeichnet sich klar ab. Natürlich können auch interne Lösungen angestrebt werden, sofern Unternehmen bereit sind, Kosten in Form von Zeit und Personal zu tragen. Die Investition lohnt sich, weil Experten im Bereich Onlinemarketing viel mehr bewegen können als 400-Euro-Jobs mit einer Affinität für Social Media und Co.

Grundsatz 4: Taktik und Planung notwendig

Wie genau das Budget verteilt und die Zeit verplant wird, hängt von den individuellen Zielen des Unternehmens an. Eine richtige Strategie ist wichtig, damit wertvolle Ressourcen nicht einfach verpuffen. Essenziell ist eine strategische Planung der Kampagnen auf den verschiedenen Kanälen und eine präzise Vorstellung vom Budget.

Eine duale Vorgehensweise ist in den meisten Fällen unabdingbar. Schließlich muss jeder Kanal separat betrachtet werden – sowohl, was die Zielgruppe betrifft, als auch hinsichtlich des Budgets. Wollen Unternehmen zum Beispiel eine sehr junge Zielgruppe erreichen, kommen Instagram und vor allem TikTok in Betracht. Geht es eher um Menschen im mittleren Alter, werden Unternehmen bei Facebook aktiv oder versorgen Kunden mit nützlichen Informationen auf einem eigenen Blog. Wichtig ist, dass pro Kanal geplant wird, welche Kampagnen am besten bei den Menschen ankommen und welche Aufwendungen dafür nötig werden.

Das große Ganze dürfen Unternehmen niemals aus dem Auge verlieren. Alle Kanäle müssen am Ende zusammen passen – sowohl vom Konzept her als auch vom Image, welches das Unternehmen anstrebt. Der Spezialist oder das Team, das sich mit dem individuellen Onlinemarketing beschäftigt, muss alle Kanäle im Blick behalten und sie miteinander in Einklang bringen. So wird nebenbei auch noch die Corporate Identity nachhaltig gestärkt.

Grundsatz 5: Hübsch und funktional – gut miteinander vereinbar

Gerade im Bereich des digitalen Umfelds spielt Bauhaus eine tragende Rolle. Diese Designschule lässt sich kaum in nur einem kurzen Satz oder einem knappen Absatz zusammenfassen. Generell gilt jedoch der aus dem Bauhaus bekannte Grundsatz. Diese lautet: Form follows Function. Das bedeutet im Klartext, dass unter anderem im World Wide Web die Dinge nicht nur gut aussehen sollen, sondern vor allem die hohe Nutzbarkeit im Fokus steht. Optimalerweise harmonieren Design und Funktion so gut Miteinander, dass sie sich gegenseitig unterstützen. Was in der Theorie einfach klingt, lässt sich in der Praxis nicht immer auf Anhieb und schon gar nicht von Laien umsetzen.

Wichtig ist, dass die User Experience durch ein passendes User Interface optimiert wird. Jedes optische Element trägt seinen Teil dazu bei, dass eine hierarchische Struktur entsteht, die Nutzer auf Anhieb verstehen und an welcher sie sich orientieren können. In der Praxis heißt das, dass weniger manchmal mehr ist. Die einzelnen Inhalte müssen leserlich und sofort erkennbar sein. Das Auge des Nutzers sollte keinesfalls mit zu vielen Informationen auf einmal überlastet werden. Damit das in der Praxis gelingt, sollten die einzelnen Elemente so klar und deutlich zu verstehen sein wie ein Verkehrsschild.

Gerade im Umfeld von Onlineshops ist es wichtig, dass nur wenige und dafür deutliche Operatoren genutzt werden. Was nachrangig ist, muss auf Anhieb als nachrangig erkennbar sein. Das Design sollte zwar optisch ansprechend, aber in erster Linie klar bleiben. Wenn Nutzer zum ersten Mal auf eine neue Website kommen, müssen sie sich sofort wohlfühlen und alles finden, was sie für den Einkauf benötigen. Je leichter die Navigation klappt, desto eher werden die User wiederkommen. Natürlich spielt auch das Corporate Design eine tragende Rolle. Das Design der Website und des Shops muss zum Beispiel die typischen Farben des Unternehmens tragen und die passende Schriftart sowie vertraute Icons. Man denke nur an die Farbe Magenta der Deutsche Telekom und viele weitere prägnante Beispiele.

Grundsatz 6: Die Zielgruppe genau kennen

Je besser Unternehmen die eigenen Kunden kennen, desto eher klappt das Onlinemarketing auf verschiedenen Kanälen. Man sollte sich überlegen, mit welchen Wünschen und Erwartungen die Kunden auf den Account kommen oder die Website besuchen. Wünschen die Kunden eine Beratung oder wollen sie einen Service mit zum Produkt hinzubuchen?

Gerade die junge Zielgruppe weiß es sehr zu schätzen, wenn Unternehmen im Netz authentisch auftreten. Ältere Kunden lieben es hingegen, detailliert und vor allem fachlich korrekt beraten zu werden. Ganz gleich, um welche Zielgruppe es sich handelt: Kommentare und andere Reaktionen aus dem Bereich Social Media sollten am besten zeitnah und sinnvoll beantwortet werden. Fühlen sich Kunden an dieser Stelle vernachlässigt, kann sich das direkt auf die Reputation und damit auch auf die Umsätze eines Unternehmens auswirken. Statistische Datensätze helfen dabei, Inhalte noch besser auf Zielgruppen zuzuschneiden. Google Analytics und Facebook Analytics sollten Unternehmen dazu mindestens nutzen.

Grundsatz 7: Return on Investment: Das Budget stets im Blick behalten

Die oben erläuterten Ansätze lassen sich mit etwas Know-how und Erfahrung einfach umsetzen. Niemals aus dem Fokus geraten darf natürlich das eigene Budget, welches explizit für den Bereich Onlinemarketing reserviert ist. Ein tolles Verhältnis zu Followern und anderen Accounts ist wichtig – allerdings nicht um jeden Preis, schließlich bist Du unternehmerisch tätig.

Auf keinen Fall dürfen Unternehmen aus dem Blick verlieren, welche Ergebnisse das Onlinemarketing liefert. Dazu wird die Rentabilität verschiedener Kanäle miteinander verglichen. Was sich nicht rentiert, wird eingestellt oder verbessert. Konkrete Daten von Google geben wichtige Hinweise, um Streuverluste zu minimieren und die Außenwerbung zu optimieren. Das spart Kosten.